Aus Fehlern lernen
07.10.2011
Studie: Lerneffekt hängt auch von der Einstellung ab.
„Aus Fehlern lernt man“ besagt ein Zitat – ob das wirklich so ist, wollte ein Forscherteam von der Michigan State University wissen. Ihre Studie legt nahe, dass es Menschen gibt, die nach Fehlern erfolgreicher agieren als andere. Dies ist offensichtlich eine Typfrage. Warum dies so ist, klären wir in unserem heutigen Artikel!
Ein Forscherteam einer amerikanischen Uni hat sich ausführlich mit dem Thema „Aus Fehlern lernen beschäftigt“. Dafür mussten Testpersonen eine einfache Aufgabe lösen: Sie mussten den mittleren Buchstaben in verschiedenen Buchstabenreihen ermitteln. Wann immer eine Testperson einen Fehler machte, kam es zu zwei Signalen im Gehirn. Das erste Signal wies die Probanden darauf hin, dass ihnen ein Fehler unterlaufen war. Dieser Reiz war bei allen Testpersonen gleich. Beim zweiten Signal zeigten sich jedoch Unterschiede: Bei jenen Personen, welche grundsätzlich an den Lernerfolg durch Fehler glaubten, fiel das zweite Signal deutlich stärker aus. Sie waren es auch, welche ihre Leistung nach einem Fehler steigern konnten und eine erhöhte Aufmerksamkeit an den Tag legten.
Somit kamen die Forscher zum Schluss, dass sich Menschen in dieser Hinsicht offenbar fundamental unterscheiden. Wer glaubt, aus Fehlern lernen zu können, tut dies auch tatsächlich und kann seine Leistung steigern. Wer allerdings nicht daran glaubt, der kann keinen Nutzen aus einem Irrtum ziehen. Doch wir alle wissen, dass Fehler menschlich sind und dass es für Fehlerfreiheit keine Garantie gibt. Warum also nicht Verantwortung für die eigenen Fehler übernehmen, mit dem Wissen, dass wir es das nächste Mal besser machen können?
Von Winston Churchill stammt das Zitat „
Verbessern heißt verändern. Perfekt sein heißt demnach, sich oft verändert zu haben.“ In diesem Sinne: Nur keine Angst vor Fehlern, ran ans Werk und viel Erfolg!
Quelle: Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Psychological Science veröffentlicht.