Notlügen - Die Not mit der Lüge
23.11.2011
"Ehrlich währt am längsten" oder "Lügen haben kurze Beine" – Sprichwörter wie diese kennen die meisten und doch nimmt’s wohl niemand mit der Wahrheit so genau. Da bleibt die Frage: Lebt es sich wirklich glücklicher, wenn man immer und in jeder Situation bei der reinen Wahrheit bleibt?
Ganz egal, ob wir eine Notlüge nun als schummeln, mogeln, flunkern oder schwindeln bezeichnen – damit ist eine harmlose Variante der Lüge gemeint, die nichts mit einem handfesten Betrug oder gar gebrochenem Versprechen zu tun hat. Meist wird so unnötiger Ärger vermieden oder man verschafft sich kleine Vorteile. Was sonst noch hinter Notlügen steckt und wann sie erlaubt sind, erfährst du im heutigen Artikel…
Wann sind Lügen erlaubt? Oder sind sie überhaupt erlaubt?
Dafür gibt es keine allgemein gültige Regel. Meist ist es zwar so, dass Notlügen als Antwort auf „Wie“-Fragen eher unverfänglich sind. Das beste Beispiel ist wahrscheinlich die Frage „Wie geht es dir?“. Doch auf der anderen Seite könnte die beste Freundin auch irgendwann zu Recht beleidigt oder zumindest verwundert sein, wenn du ihr beim Shoppen nie die Wahrheit sagst. Dasselbe gilt für blöde Ausreden: diese werden meist schnell durchschaut und kommen gar nicht gut an. Wer sich dann auch noch in
Ungereimtheiten verstrickt oder bei der ersten Nachfrage ins Stottern gerät, der sollte aufs Märchen-Erzählen besser verzichten.
Doch eines versteht sich wohl von selbst: Die
liebsten Mitmenschen - also die beste Freundin, den besten Kumpel, die Lieblingstante - solltest du nicht anlügen. Wer dir so nahe steht, verdient dein
volles Vertrauen und sollte auch mal eine unangenehme Wahrheit vertragen, ohne dass die Freundschaft daran gleich zu Bruch geht, oder?
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