Gefährlicher Trend "Drunkorexia"
26.10.2011
Bulimie und Magersucht sind als Essstörungen mittlerweile bekannt und auch die Folgen für die Gesundheit sind den meisten Menschen geläufig. Doch in jüngster Vergangenheit treten vermehrt neue und mindestens genauso gefährliche Essstörungen auf. Manchen davon liegt ein Gesundheits- oder Biowahn zugrunde, andere wiederum entstehen aus dem Wunsch nicht dick werden zu wollen. Einer dieser Trends nennt sich "Drunkorexia".
Worum es sich bei diesem neuen Phänomen handelt und was für Auswirkungen es hat, erklären wir in unserem heutigen Artikel.
Junge Frauen hungern, um mehr trinken zu können ... ohne dabei zuzunehmen
"
Drunkorexia" setzt sich zusammen aus den Begriffen
"drunk" (englisch für „betrunken“) und
"Anorexia" – der medizinische Fachausdruck für Magersucht.
Während früher vor dem Ausgehen zum Teil extra noch was Deftiges gegessen wurde, geht der Trend heute genau in die andere Richtung. Grund? Alkohol hat viele Kalorien und schlägt somit auch auf die Hüften. Doch viele junge Frauen wollen aufs Feiern nicht verzichten und trotzdem schlank bleiben. Die Lösung? Laut der amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Sondra Kronberg verzichten sogar 30 Prozent aller jungen amerikanischen Frauen tagsüber auf Mahlzeiten, wenn sie ausgehen wollen. Die Betroffenen fasten den ganzen Tag, essen wenig bis überhaupt nichts, nur um sich abends „ohne schlechtes Gewissen“ betrinken zu können.
Die Folgen von "Drunkorexia" sind fatal“!
Dass ein solches Verhalten nicht gesund sein kann, dürfte allen klar sein: Erstens ist die Gefahr einer Alkoholvergiftung sehr viel höher und zweitens entzieht Alkohol dem Körper wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralien. Außerdem belastet die Kombination von wenig bis gar nichts Essen und der übermäßige Alkoholkonsum die Organe besonders schwer und kann zu dauerhaften Schäden führen. Auch die Gefahr langfristig an Magersucht zu erkranken oder in die Alkoholsucht zu rutschen, ist erhöht.
Jüngste Studien beweisen übrigens einen deutlichen Zusammenhang zwischen Essstörungen und Trinksucht: ein Drittel der Patienten, welche wegen Bulimie behandelt werden, haben demnach auch ein Alkohol- oder Drogenproblem.
"Drunkorexia" ist demnach nicht zu unterschätzen und sollte unbedingt behandelt werden. Du benötigst
Hilfe? Dann wende dich am besten an unseren Partner, die
Jugendberatungsstelle young+direct.
Quelle:
Daily Mail