Weniger Alkohol, mehr Internet
20.05.2011
Jugendliche rauchen und trinken heute deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. Auch der Konsum von illegalen Drogen wie Cannabis, Kokain, Crack usw. ist zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis ist der aktuelle Drogenbericht gekommen, der vor kurzem in Deutschland vorgestellt wurde. Es scheint so, als hätten Alkohol, Tabak und Cannabis für Jugendliche an Reiz verloren.
Allerdings steht diesen erfreulichen Daten ein anderer Trend gegenüber: die Internetsucht nimmt immer mehr zu.
Alkohol, Tabak und Cannabis
Im vergangenen Jahr tranken 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland mindestens einmal pro Woche Alkohol - das ist der niedrigste Stand seit den siebziger Jahren. Allerdings ist ein weit verbreitetes Problem nach wie vor das sogenannte Komasaufen, bei dem mindestens fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit konsumiert werden. Jeder sechste Jugendliche trinkt sich hin und wieder in einen komaartigen Zustand. Manche müssen deshalb mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Zahl der
Nichtraucher nimmt in Deutschland zu. Mehr als zwei Drittel aller Minderjährigen sagen heute, sie hätten noch nie geraucht. 2004 waren es erst 41 Prozent. Ein Vergleich mit Südtirol zeigt, dass es auch hierzulande bei den Jugendlichen einen leichten Trend zum Nichtrauchen gibt. Während laut Südtiroler Jugendstudie im Jahr 2004 noch 57 Prozent der 14- bis 19-Jährigen angegeben haben, dass sie nicht rauchen, waren es 2009 bereits 60 Prozent.
Die Droge
Cannabis ist ebenfalls im Abwärtstrend. Während im Jahr 2004 15 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland schon einmal Cannabis probiert hatten, sind es jetzt nur noch 7,4 Prozent. Auch bei Südtirols Jugendlichen hat der Konsum von Cannabis in den letzten Jahren abgenommen und liegt jetzt bei 6 Prozent.
Medikamente
Ein anderes Bild ergibt sich hinsichtlich der Einnahme von
Psychopharmaka. Die Südtiroler Jugendstudie 2009 zeigt, dass Jugendliche inzwischen mehr Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel konsumieren als noch vor einigen Jahren. Die Einnahme dieser Substanzen wird von der Gesellschaft toleriert. Aber wie Alkohol und andere Drogen, können auch diese Stoffe zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen.
Internetsucht
Bedenklich ist, was sich im Bereich
Internet und Computerspiele abzeichnet. Laut der deutschen Studie gibt es bereits eine halbe Million internetsüchtige Menschen in Deutschland. Wo die Grenze zur Abhängigkeit liegt, darüber gehen die Meinungen noch auseinander. Nicht jeder, der mehrere Stunden vor dem Computer verbringt, ist schon süchtig.
Ein
deutliches Zeichen für ein krankhaftes Verhalten ist allerdings, wenn Menschen ihre sozialen Kontakte aufgeben, ihre Schule, Ausbildung oder Arbeit vernachlässigen oder sogar sausen lassen, um Zeit in der virtuellen Welt verbringen zu können.
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5. Beraterchat findet am 26. Mai ab 15:00 Uhr statt. Dieses Mal dreht sich alles um das
Thema "Sucht". Ganz egal ob legale Drogen, wie Alkohol und Zigaretten, illegale wie Cannabis und Heroin oder neue Abhängigkeiten, wie die Internetsucht - an diesem Nachmittag kommt alles auf den Tisch.
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Berater von young+direct, der Jugendberatungsstelle Südtriols, wird 1,5 Stunden zu diesem Thema informieren. Logisch können alle ihre Fragen stellen - diese werden dann auch gleich im Chat beantwortet. Oder wollt ihr bereits im Vorfeld etwas loswerden? Dann postet am besten weiter unten einen Kommentar!
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