Ja oder Nein? Kopf oder Bauch?
09.03.2010
Zieh ich heute den roten oder den schwarzen Pulli an? Soll ich meinen Schwarm anrufen oder doch lieber nicht? Fahre ich im Sommer nach Griechenland oder nach Spanien? Soll ich Tischler werden oder besser Automechaniker? ... Wir müssen im Leben laufend Entscheidungen treffen. Bei manchen fällt es uns ziemlich leicht, bei anderen tun wir uns etwas schwerer. Vor manchen Entscheidungen aber können wir nächtelang nicht mehr schlafen, bekommen keinen Bissen mehr runter, laufen nervös durch dir Gegend und nerven alle rund um uns. Wir müssten entscheiden, aber wir wissen beim besten Willen nicht wie.
Sollen wir den Kopf entscheiden lassen? Oder vielleicht lieber auf unser Bauchgefühl hören? Oder einfach irgendetwas tun und dann schauen, was auf uns zukommt? Es gibt verschiedene Arten, wie wir mit Entscheidungen treffen können: die rationale, die intuitive und die handlungsorientierte Art.
Rationale Entscheidungstypen
Menschen, die rational entscheiden, sammeln zunächst Fakten und Argumente, sie listen die Pro und Kontra auf und entscheiden dann je nach "Sachlage". Wenn die rationalen Entscheidungstypen morgens zum Beispiel überlegen: „Was ziehe ich heute an?", so schauen sie zunächst aus dem Fenster und aufs Thermometer. Je nach Wetter und Temperatur entscheiden sie sich für das zum Wetter passende Outfit - auch wenn sie eigentlich auf etwas komplett anderes Lust hätten.
Bauchtypen
Der Bauchtyp lässt sich von seinen momentanen Gefühlen leiten und entscheidet spontan. Er macht sich keine großen Gedanken über die möglichen Folgen seiner Entscheidung. Das kann manchmal dazu führen, dass er seine Entscheidung am nächsten Tag schon wieder bereut. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Bauchtypen oftmals „richtiger“ entscheiden und zu einem besseren Ergebnis kommen als Menschen, die sich nur vom Verstand leiten lassen. Viele Entscheidungen, die wir im Alltag treffen, sind eigentlich Bauchentscheidungen. Das hängt damit zusammen, dass sie einfach die schnelleren sind. In manchen gefährlichen Momenten (zum Beispiel auf der Straße) kann uns diese Art des Entscheidens sogar das Leben retten.
Learning by doing
Es gibt auch diejenigen, die Dinge einfach mal ausprobieren und schauen, was passiert. Diese Menschen handeln nach dem Motto „Learning by doing“. Sie haben keine Angst davor, auch mal Fehler zu machen. Im Gegenteil, sie sehen die Fehler als Lernquelle und lassen das Gelernte bei der nächsten Entscheidung mit einfließen.
Die Mischung machts
Nun sind wir natürlich nicht nur entweder-oder, sondern wir haben von allen drei Entscheidungstypen etwas. Je nach dem in welcher Situation wir uns gerade befinden, greifen wir auf die eine oder die andere Methode zurück, denn jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Also lässt sich auch nicht sagen, diese oder jene Methode sei die beste.
Es kann aber spannend sein, sich selbst mal genau zu beobachten und bewusst einen Entscheidungsstil auszuprobieren, der unserem Charakter vielleicht nicht ganz so entspricht.