Riskieren? Niemals!
01.12.2010
Am 1. Dezember ist Welt AIDS Tag. Seit der HI-Virus, der die Krankheit Aids auslöst, in den fernen 80er Jahren zum ersten Mal aufgetaucht ist, hat sich einiges getan. Vor allem in der therapeutischen Behandlung von Aids hat es große Fortschritte gegeben. Noch vieles zu tun gibt es in Sachen Aufklärung und Sensibilisierung, denn nach wie vor infizieren sich sehr viele Menschen mit HIV und sterben an der Krankheit Aids.
Aktuelle Schätzungen ergeben, dass in Italien derzeit etwa 160.000 Personen mit HIV infiziert sind, dabei ist bei etwa 22.000 die Krankheit Aids ausgebrochen. Man geht davon aus, dass etwa ein Viertel der HIV-positiven Menschen in Italien gar nicht wissen, dass sie infiziert sind.
Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Krankheit Aids nichts mit einer bestimmten Risikogruppe, sondern viel mehr mit einem bestimmten Risikoverhalten zu tun hat, zum Beispiel mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr bei häufigem PartnerInnenwechsel. Jugendliche sind besonders gefährdet, denn ihr Bedürfnis, die eigene Sexualität zu entdecken, geht oft einher mit einer sehr mangelhaften Sexual- und Gesundheitsaufklärung.
Umso wichtiger ist es, Jugendliche sowohl über die richtige Verwendung als auch über die schützende Wirkung von Kondomen zu informieren. Es geht dabei nicht darum, das Kondom als einziges Mittel der Vorbeugung zu propagieren, sondern es als eine Möglichkeit im bewussten Umgang mit der eigenen Sexualität und Gesundheit einzusetzen.
Wie andere Organisationen in Südtirol, zum Beispiel die Initiative LILA-Pro Positiv und die Familienberatungsstelle AIED,
möchte auch Young+Direct für den Schutz der Gesundheit der Jugendlichen eintreten und stellt Kondome kostenlos zur Verfügung. Wer möchte, kann sie in der Beratungsstelle in der Andreas-Hofer-Straße 36 in Bozen abholen.
Young+Direct handelt damit im Sinne der Weltgesundheitsorganisation WHO, des Gesundheitsministeriums und des Istituto Superiore di Sanità, die den Gebrauch von Kondomen stark befürworten, um die Verbreitung des HI-Virus einzudämmen.