AIDS und APPS - Was hat das mit mir zu tun?
30.11.2011
Es gibt Dinge im Leben, die machen uns Angst. Wir fürchten uns vor bestimmten Krankheiten, vor dem Verlust eines geliebten Menschen, vor Misserfolg, vor Naturkatastrophen. Gleichzeitig aber versuchen wir uns zu beruhigen, indem wir denken: „Mich wird' s schon nicht treffen“ oder “Das wird schon nicht genau mir passieren“.
Wenn wir beispielsweise hören, dass rund 13 Prozent der Menschen, die rauchen, an Lungenkrebs erkranken, dann gehen alle Raucher/innen davon aus, zu den restlichen 87 Prozent zu gehören. Es ist eine Art Schutzmechanismus, mit dem wir uns selbst „erlauben“, beruhigt weiter zu rauchen. Aber ihr merkt schon, da hinkt etwas. Wenn 100 Prozent glauben, dass sie zu den glücklichen 87 Prozent gehören, dann geht sich das rechnerisch ganz einfach nicht aus. Irgendjemand gehört also zwangsläufig zu den 13 Prozent – und das kann auch ich sein.
Denkfehler
Beim Thema HIV und Aids verhält es sich ähnlich. Wenn wir hören, dass sich in Südtirol jährlich durchschnittlich 20 Menschen mit HIV infizieren, dann denken wir sofort:
„Schon schlimm, aber mich wird’ s schon nicht treffen“. Dieses Denkmuster – oder vielmehr dieser Denkfehler – verhindert, dass Menschen Prävention und Verhütung ernst nehmen und sich konsequent vor HIV schützen.
Verstärkt wird diese Haltung zudem durch das noch häufig bestehende falsche Klischee, HIV und Aids betreffe in erster Linie Menschen in Afrika, Drogensüchtige und Homosexuelle. Das war einmal. Inzwischen hat die Krankheit Aids nichts mehr mit einer bestimmten Risikogruppe zu tun, sondern vielmehr mit einem bestimmten Risikoverhalten, zum Beispiel mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr, vor allem bei häufigem PartnerInnenwechsel.
Wer sich nicht schützt, kann sich also mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken, auch hierzulande, und egal ob homo-, hetero- oder bisexuell. Denn die Rechnung „
Mich wird’ s schon nicht treffen“ oder
„Dieses eine Mal wird schon nichts passieren“ geht auch bei HIV nicht ganz auf. Oder andersrum gesagt: Schütze dich, denn es kann auch dich treffen!
Neue App: Condomfinder Südtirol
Durch die richtige Anwendung von Kondomen kannst du dich und deinen Partner/deine Partnerin vor einer Infektion schützen. Und damit du auch weißt, wo du in deiner Nähe Kondome finden kannst, hat die Jugendberatungsstelle Young+Direct eine kostenlose App entwickelt, die anzeigt, welcher der knapp 500 Kondomautomaten in Südtirol dir gerade am nächsten ist. Und nicht nur das. Die App bietet zudem
- eine Anleitung in Bildern zur korrekten Anwendung von Kondomen,
- detaillierte Informationen über HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten,
- sie beschreibt, wo und wie der Aidstest gemacht werden kann und
- listet nützliche Anlaufstellen auf.
Die App wird ab dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember unter dem Namen „
Condomfinder Südtirol“ im Android Market und auf der Young+Direct Homepage kostenlos als Download zur Verfügung stehen.
Young+Direct selbst stellt Kondome kostenlos zur Verfügung. Wer möchte, kann sie in der Beratungsstelle in der Andreas-Hofer-Straße 36 in Bozen abholen. Also, nichts wie hin.
ban bledsinn...
30.11.2011 16:18
...bin i ollm schnell ;)
haaaahhhaaaa
30.11.2011 16:12
Prävention logisch *haaahhhaaa* obr dir war do jo richtig viel ingfollen, wos des eper hoassen kannet ;)
@Kathrin: Präsention?!
30.11.2011 16:07
...präservative präsention rappräsentativ präsentiert - oder wie...?! ;)
find i guat...
30.11.2011 15:58
....dass es iatz sowos a für Südtirol gib... Präsention schützt eben!
...bin schun VOLLE gsponnt af de APP...