Eine wunderbare Bescherung!
13.12.2011
Die Adventszeit ist die Zeit der Ruhe, der Besinnlichkeit und des Friedens. Doch wenn wir uns in der Stadt umsehen, spüren wir kaum etwas von Ruhe und Besinnlichkeit.
Für viele Menschen wird die Zeit vor Weihnachten zu einem Stressfaktor. Vor allem der kommerzielle Druck steigt immer mehr an und stellt den eigentlichen Anlass von Weihnachten in den Hintergrund. Vom Kaufdrang getrieben, rennen Menschenmengen durch die Straßen und shoppen, was das Zeug hält. Am Weihnachtsmarkt ist wenig spürbar von besinnlicher Weihnachtsstimmung, Tausende von Touristen drängeln sich von Stand zu Stand, um Souvenirs und kleine Mitbringsel zu kaufen.
Die Werbetrommel wird an allen Ecken kräftig gerührt, die Geschäfte werden weihnachtlich dekoriert und strahlen und leuchten uns schon von weitem entgegen. Wir sollen daran erinnert werden, dass es immer noch etwas gibt, das wir brauchen könnten.
Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die eine Geschenkeliste mit sich herum tragen, wo notiert ist, was du noch alles für deine Freunde, Mutter, Geschwister, für Oma und Opa usw. kaufen musst. Vielleicht hast du selbst auch schon eine „kleine“ Liste mit eigenen Wünschen zusammengestellt. Es ist eigentlich unglaublich, dass uns jedes Jahr zu Weihnachten tatsächlich noch so einiges einfällt, was wir unbedingt noch gern hätten!
Ich habe vor kurzem eine Weihnachtsgeschichte gehört, wo eine Frau behauptet hatte, sie mache sich nichts aus materiellen Geschenken, viel wichtiger sei ihr an Weihnachten die innere Freude! Ihre Freunde haben sie beim Wort genommen und ihr dann lauter gebrauchte Alltagsgegenstände geschenkt: einen alten Besen, einen Putzschwamm, eine Socke, ... Nachdem sich die junge Frau vom ersten Schock erholt hatte, hat sie losgelacht und alle anwesenden Freunde haben herzlich mitgelacht. Sie haben erkannt, dass es auch ohne Geschenke ein sehr schönes Weihnachtsfest sein kann.
Es ist zwar kaum vorstellbar, aber wagen wir es trotzdem einmal, uns ein Weihnachtsfest ohne Geschenke vorzustellen. Es hätte wohl einige Vorteile: es würde der Stress des Grübelns und Kaufens wegfallen und man würde weniger Geld ausgeben. Doch würdest du es tatsächlich übers Herz bringen, deinen Lieben keine Geschenke zu machen? Wie würden diese es wohl aufnehmen?
Und würde es dir selbst etwas ausmachen, keine Geschenke zu bekommen? Worauf würdest du dich dann an Weihnachten freuen?