Another year over...
29.12.2011
Kennt ihr das auch? Zu jedem Jahreswechsel fassen wir gute Vorsätze. Auch 2011 wird wohl keine Ausnahme sein: Wenn das Neue Jahr eingeläutet und mit Böllern lautstark und Cocktails feuchtfröhlich begrüßt wird, denken wir oft: "Auf ein Neues! Dieses Jahr starte ich gleich zu Beginn durch!" Dann fallen uns Vorsätze ein wie: "Ab heute höre ich mit dem Rauchen auf, lasse Dieses oder Jenes...". Nur all zu oft will man mit irgendwelchen "Lastern" aufhören, um dann nach 2-3 Wochen zu merken, dass es, verd***t!!!, wieder nicht geklappt hat.
Wie viele habe ich es dann irgendeinmal auch mit dem Motto probiert:„Ich nehme mir nichts vor, weil ja das Meiste doch nicht erreicht wird. Und was wäre die Folge gewesen, wenn ich dieses Motto beibehalten hätte? Willkommen im langweiligsten Leben der Welt!
Das geht natürlich auch nicht.
Was also tun? Was brauche ich, um meine Vorsätze umzusetzen? Prinzipiell sollte man wissen, dass es drei Phasen gibt, die ein Vorsatz überstehen muss, damit er erfolgreich sein kann.
Phase 1: Vorbereitung
Als Vorbereitung zählen alle Arten von Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, deinen Vorsatz überhaupt zu ermöglichen. Dazu gehört manchmal eine umfassende Recherche (z.B. wenn du deine Essgewohnheiten ändern möchtest), manchmal musst du erst gewisse Dinge beschaffen oder organisieren (wenn du lernen möchtest, professionell zu zeichnen, brauchst du bestimmte Zeichenmaterialien) und manchmal musst du schon vorher gewisse Gewohnheiten ändern (wenn du deinen Schlafrhythmus verändern willst, gibst du vorher am besten Koffein für eine Weile auf).
Phase 2: Planung
Folgende 3 Punkte sollten in der Planungsphase unbedingt berücksichtigt werden.
Positiv
Dein Plan muss positiv sein. „Weniger fernsehen“ ist nicht positiv. Dein Gehirn weiß nicht, was es mit der Information „weniger fernsehen“ anfangen soll. Was soll nicht-fernsehen sein? Anstatt zu planen, was du nicht tun willst, musst du planen, was du tun willst. Zum Beispiel „mehr lesen“ oder „lesen statt fernsehen.“
Konkret
Wenn du weißt, was du tun willst, kannst du es konkret in deinem Plan festhalten. Zum Beispiel „jeden Tag eine Stunde lesen“ oder „10 Seiten pro Tag“ anstatt „ich werde mehr lesen. Du kannst das ganze natürlich auch mit einer Uhrzeit oder anderen Tätigkeiten verknüpfen, z.B. als Pendler: „im Zug lesen“.
Schaffbar
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich nur etwas ernsthaft vornimmt, was man auch schaffen kann. „Herkulesvorhaben“, also Vorhaben, die nur ein Halbgott schaffen könnte, sind aber so verbreitet, dass ich dies einfach mal schreiben muss
Phase 3: Ausführung
Die letzte Phase ist die Phase der Ausführung, also der Zeitraum, in dem du dein eigentliches Vorhaben verwirklichst. Mit dem Wissen und den Vorbereitungen aus Phase 1 und dem Plan aus Phase 2, solltest du nun in der Lage sein, dein Vorhaben umzusetzen.
Gib nie aus einer emotionalen Situation heraus auf. Mach keine Entscheidungen über deinen Vorsatz, wenn deine Gefühle dich überrollen. Verschieb die Entscheidung darüber, was du machen sollst auf mindestens einen Tag später. Nach einer Portion Schlaf sieht die Welt manchmal ganz anders aus.
Phase 1 und 2 werden nicht nur am häufigsten bei normalen Vorsätzen übergangen, sondern gerade bei
Neujahrsvorsätzen. Für Phase 1 und 2 braucht es aber Zeit. Zeit, die man aber nicht hat, wenn man sich am 31. Dezember überlegt, was man will, und am 1. Januar schon mit seinem Vorhaben beginnen möchte. Wenn du den Jahreswechsel also nutzen möchtest, um deine Verhaltensweisen umzustellen, nimm dir schon vorher Zeit, um dich vorzubereiten.
Und welches sind deine Vorsätze für das neue Jahr? Sind es machbare oder doch „Herkulesvorhaben“?
Im Namen des gesamten Teams von Young+Direct wünsche ich Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!!
Michael