Alles Porno!?
21.09.2011
Sex sells. Auf dem T-Shirt der Bedienung der Bahnhofsbar steht in Großbuchstaben: „Does this shirt make my tits look big?“. Stutzig und etwas verwirrt bestellte ich bei ihren Brüsten einen Kaffee. Ich nahm mir vor, ihr bei ihrer Rückkehr, ins Gesicht zu schauen. Was ein T-Shirt anrichten kann! Mich ließ der Gedanke nicht mehr los: Welche Motivation steckt hinter einer solchen Kleiderwahl?
1. Sie kann kein Englisch.
2. Sie kann Englisch, Japanisch und drei weitere Sprachen, studiert Ökologie und will damit eine gesellschaftskritische Aussage machen.
3. Sie kann Englisch, hat dieses Shirt bewusst angezogen und hofft, dass sich so ihr Trinkgeld erhöht.
Beabsichtigt oder unbeabsichtigt – Variante 3 bestätigte sich auch sogleich: älterer Herr, Anzugträger, Gel-Kamm-Frisur, verlangte übergroßzügig kein Restgeld.
Ist es falsch mit Reizen zu spielen, wenn man daraus einen Vorteil schlagen kann? Rom, Paris, London – überall wird man überflutet mit lasziven Blicken, erotisch eisleckenden Zungen, Brüsten und ja auch mit angeblich gut bestückten Fußballern. Werbeanzeigen im XL-Format haben schon das ein oder andere Verkehrschaos verursacht. Apropos Paris – das Karrierekick-Sextape hat seitdem viele Nachahmer gefunden.
Pornostars werden im öffentlich- rechtlichen Fernsehprogramm schon lange nicht mehr verteufelt. Auf dem roten Teppich wird kaum noch unterschieden, ob es sich um einen Schauspieler im eigentlichen Sinne handelt oder ob sich hier gerade eine Person im Blitzlichtgewitter räkelt, deren intimste Details auch Herr Schmidt von nebenan auf Video begaffen kann. Aber auch die Schauspieler und anderen Stars scheinen sich nicht daran zu stören. Britney, danke, dass du uns so unmissverständlich klargemacht hast, dass du Unterwäsche für total überbewertet hältst!
Brüste, Ärsche, Sex mit Frauen, Männern und das an allen Orten, jederzeit auf diversen Internetseiten abrufbar. Traumkörper und gut bestückte Menschen stundenlang am Werken. Frauen, die dauergeil sind, immer zur Verfügung. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gewisse Portale, Illustrierte und auch Sexshops in den letzten Jahren an Klienten gewonnen haben. Je einfacher und gesellschaftlich akzeptierter dieser Zugang zur Pornographie wird, vor allem auch durch das Verhalten unserer Berühmtheiten, desto mehr Menschen suchen danach. Warum sollte ein Jugendlicher, der zwar nicht volljährig ist, aber schon frei darin seine Sexualität auszuleben, sich keine Pornos anschauen dürfen? Allerdings stellt sich die Frage, was mit einem Jugendlichen passiert, der ständig solche Streifen konsumiert. Ist ihm bewusst, dass dies nicht im Geringsten eine reale Welt widerspiegelt? Es könnten viele Fragezeichen entstehen und sogar Frustration über den eigenen Körper. Nicht zuletzt wird auch ein sehr fragwürdiges Bild auf die Lust der Frau geworfen. Gewisse wichtige Grenzen verschwimmen und manche Phantasien werden einem regelrecht in den Kopf geflimmert.
Denn die Realität sieht anders aus:
Der Durchschnittssex dauert etwa 7 Minuten lang und nach einem harten Arbeitstagstag hat niemand wirklich Lust auf Kamasutra. Menschliche Makel, welche doch am Ende die Individualität und den erotischen Reiz einer Person ausmachen, existieren in der Pornowelt nicht. Sex ist omnipräsent - keine Frage. Aber je mehr man damit konfrontiert wird, desto mehr stumpft man ab oder sucht nach etwas nicht Existentem und findet somit niemals eine Befriedigung. Ein Teufelskreis. Sex ist die schönste Nebensache der Welt, also machen wir ihn doch nicht zu einer wirklichkeitsfremden Hauptsache.
Was denkt ihr über diesen Umgang mit dem Thema Sex? Dauergehirnwäsche oder sind wir diejenigen die durch Nachfrage das Angebot steigern?
Sigrid
Quelle: Alle Bilder stammen von einer Werbekampagne von Diesel aus dem Jahr 2010.
i bin der gleichen meinung wie survivor
24.09.2011 14:39
i bin der gleichen meinung wie survivor
22.09.2011 19:12
ma i frog mi grod wieso olm ibo p*rn gschumpfn werd, obo nia ibo so an scheiß wia anna und die liebe wo oan epps vo a perfekter liebe vorglogn werd...
außodem werd men in a vo medien und idealen dominierter welt sowieso lei mehr verblendet. obo stimmt schunn i-wo wos in den artikl steat...